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03.02.2012 - Nachwuchsretter gegen Alkoholmissbrauch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Claudia Bolzenius   
Sonntag, den 05. Februar 2012 um 09:22 Uhr
Foto: JRK und Malteser Jugend gegen Alkoholmissbrauch
M. Todt (MHD), J. Böller und A. Grewe (JRK)

Zum Auftakt der fünften Jahreszeit appelliert die Malteser Jugend und das Jugendrotkreuz Warstein wieder an die Kioskbetreiber, den Einzelhandel und die Schankbetriebe, keine alkoholischen Getränke an Kinder und Jugendliche zu verkaufen oder auszuschenken.

Mit einer gemeinsamen Plakataktion will die Malteser Jugend und das Jugendrotkreuz auf den Alkoholmissbrauch hinweisen.

"Übermäßiger Alkoholkonsum unter Jugendlichen, oftmals auch "Komasaufen" genannt, ist eine Schattenseite im Karneval, welche oftmals unter den Teppich gekehrt wird. Alkohol übt auf Jugendliche eine unwahrscheinliche Anziehungskraft aus. Das wird durch Gruppendruck und öffentliche Ereignisse wie z.B. den Karneval zusätzlich verstärkt. Neue Bewusstseinszustände werden entdeckt, man fühlt sich selbstsicherer, attraktiver, lockerer und lustiger", so Michael Todt, Stadtjugendsprecher der Malteser.

Trotz der anhaltenden politischen Diskussion und gewachsenem Problembewusstsein in der Öffentlichkeit blicken die Malteser und das Jugendrotkreuz mit Sorgen auf die fünfte Jahreszeit. Deshalb unterstützen sie die "null Toleranz Linie" der Ordnungsbehörden gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie dem Einzelhandel.

"Es ist für uns Malteser, die  viele Veranstaltungen und Umzüge begleiten, alarmierend, wie häufig jugendliche Alkoholleichen nach Komasauftouren versorgt werden müssen", so Michael Todt weiter. Dabei hätte das Brauchtum mit den Exzessen wenig zu tun. "Aber leider wird heute fast jeder Anlass genutzt, zu tief ins Glas zu schauen". Es gilt unter Jugendlichen weit verbreitet als "cool", wenn man seinen Kumpels berichten kann, wie "dicht" man am Vortag wieder war. "Das einzig blöde am Komasaufen sind die Windeln, die man einem im Krankenhaus anzieht, nachdem man dort am Vorabend von unseren Rettungsdienstkollegen bewusstlos eingeliefert wurde", so Michael Breitkopf, Leiter des Jugendrotkreuzes Warstein.

Der Appell der Malteser Jugend und des Jugendrotkreuzes richtet sich daher auch an die Eltern und Lehrer, diese Problematik nicht zu ignorieren. Eine anhaltende und verstärkte Aufklärung über die Risiken des Alkoholmissbrauchs sei genauso nötig wie die Kontrolle des Ausschanks von alkoholischen Getränken.


 
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